Schleswiger Werkstätten mit der Sigyn wieder vor Haithabu
Das Wikingerschiff Sigyn ist in der Zeit vom 08. bis 23. Juni wieder vor Haithabu aktiv.
Martin LutherKomm, Herr Jesu, sei unser Gast und segne, was du uns bescheret hast.
Das Wikingerschiff Sigyn ist in der Zeit vom 08. bis 23. Juni wieder vor Haithabu aktiv.
Ein besonderes Event erlebten zahlreiche Beschäftigte der Schleswiger Werkstätten im Sommer 2011 in der historischen Wikingersiedlung Haithabu.
In einer Kooperation mit dem Wikingermuseum wurde ein abwechslungsreiches, außergewöhnliches Programm für ca. 100 Werkstattbeschäftigte organisiert.
Bei größtenteils sonnigem Wetter, mit hervorragender Stimmung, wurde an vier Tagen, in kleinen Gruppen, zunächst eine Besichtigung der Wikingerhäuser in einfacher Sprache durchgeführt. Auf dem Wikingerschiff SIGYN wurde dann ein Segeltörn auf dem Haddebyer Noor vor malerischer, historischer Kulisse unternommen. Abgerundet wurde der Besuch mit einem gemeinsamen Mittagessen in und vor dem Langhaus der Wikingersiedlung, bei dem die zahlreichen Eindrücke und Erlebnisse lebhaft besprochen wurden.
Frau Drews, Leiterin des Wikingermuseums, zeigte sich dann auch beeindruckt vom Interesse und der Begeisterung der Beschäftigten der Schleswiger Werkstätten.
„ Diese Art und Weise Menschen mit Behinderung an die historischen Wurzeln der Region heranzuführen, sollte fortgeführt werden.“ brachte Frau Drews das Resümee der gelungenen Veranstaltung auf den Punkt.
Die „SIGYN“ ist der originalgetreue Nachbau eines im 11. Jahrhundert im Roskildefjord bei Skuldelev versenkten Handelsschiffes. Heute können Interessierte das Schiff als Segelgäste selbst erleben.
Künstler, Handwerker, Hobbyschiffbauer (darunter viele ABM-Kräfte) erbauten dieses Schiff. Ganz aus Eichenholz wurde das 14,30 Meter lange Schiff, mit einer Breite von 3,5 Metern, dem Original entsprechend hergestellt.
Im August 2000 wurde es auf den Namen „SIGYN“ getauft und das erste Mal zu Wasser gelassen. Zu diesem Zeitpunkt war das Boot schwimmfähig, aber Mast und Segel fehlten noch, ebenso die obersten Plankengänge sowie die meisten Inneneinbauten.
Seit 1995 hat der vielseitig erfahrene Handwerker Max Wölk als Projektleiter für die erfolgreiche Fertigstellung gesorgt. 1997 verstärkt die einzige Frau unter den Schiffsbauern, Christine Schröder, gelernte Krankenschwester, ausgebildete Architektin und Bildhauerin das Team.
Mit der Verpflichtung, die Fertigstellung des Nachbaus zu den Wikingertagen 2004 zu gewährleisten, übernahmen die Schleswiger Werkstätten die SIGYN. Mit viel Erfahrung im Holz- und Bootsbau fertigen die Mitarbeiter der Schleswiger Werkstätten, freiwillige Helfer und Mitglieder von "Opinn Skjold" in traditioneller Holz- und Schmiedekunst Mast, Nieten, Blöcke und Seilscheiben - und sorgen für den Innenausbau sowie die Anbringung des Hilfsmotors.
Im August 2004 wurden die Feinarbeiten beendet. Nach insgesamt 9 Jahren Bauzeit konnte die SIGYN zu ihrer Jungfernfahrt in See stechen. Sie fungiert u.a. als Botschafterin der Schleiregion und wird als integratives Element in den Schleswiger Werkstätten eingesetzt.
Ein weiteres wichtiges Element für den Erhalt und Betrieb der „Sigyn“ ist der „Freundeskreis Schleswiger Wikingerschiffe“; eine lose Gruppe von interessierten, engagierten, freiwilligen Helfern, die ihr Wissen und ihre Freizeit einbringen.